Zur Startseite

Bartschendorf

Inhalt
» Kirchengemeinde
» Kirche
» Kirchengeschichte
» Dorfgeschichte
» Kommunalgemeinde

Kirchengemeinde

Seit 1800 Tochterkirche von Dreetz, wurde Bartschendorf 1980 nach Dreetz eingekircht. Seitdem ist Bartschendorf Teil des noch bestehenden Pfarrsprengels Dreetz, der seit 1997 von Sieversdorf verwaltet wird. Kirchliches Leben findet praktisch nicht mehr statt, da die Kirche eine Ruine ist.

Kirche

Die in der Zeit Friedrichs d. Gr. (ca. 1776) erbaute kleine massive Kirche von Dorfkirche Bartschendorf drei Fenstern Länge ähnelte der Kirche von Dreetz. Die hohen Stichbogenfenster wurden in halber Höhe von tiefen Emporen durchschnitten, welche sich um die ganze Kirche herum zogen und wie die gerade Decke von schlichten vierkantigen Pfosten unterstützt wurden. Der Turm wächst aus dem Westende der Kirche heraus. Seine östlichen Ecken ruhen auf zwei kräftigen vierkantigen Pfeilern. Er bildet unten eine Vorhalle, die jetzt als Friedhofskapelle dient, denn das Kirchenschiff ist seit 1981 Ruine. In der Wetterfahne steht die Jahreszahl 1802. Die kleine Glocke wurde 1827 von Ernst Ludwig Wilhelm Thiele aus Berlin gegossen. Die Orgel kam 1981 nach Kyritz, wo sie im Gemeindehaus ihren Dienst tat, bis sie 1998 durch Brand zerstört wurde.

Kirchengeschichte

Seit 1800 ist Bartschendorf zusammen mit den in derselben Zeit entstandenen Kolonien Fischerhof, Giesenshorst, Michaelisbruch, Siegrothsbruch und Zietensaue Tochterkirche von Dreetz/Kirchenkreis Wusterhausen, ab 1968 Kyritz-Wusterhausen. 1980 wurde die Kirchengemeinde Bartschendorf aufgelöst und nach Dreetz eingekircht.

Dorfgeschichte

Nachdem auf Anregung Friedrichs d. Gr. unter Leitung des Ministers von Derschau ab 1773 das Rhinluch entwässert worden war konnte 1774 auf einem ehedem Triebow genannten Gelände eine Kolonie mit 16 Hopfengärtnern, 23 Büdnern sowie einem Schulmeister angelegt werden. Sie wurde dem Domänenamt Dreetz unterstellt. Die Landstraße spaltet sich bei dem Bruchdorf in zwei Straßenzüge, die nur auf ihrer Außenseite mit Häusern besetzt sind. Die Siedlung erhielt 1775 vom Königlich-Preußischen Amtsrat Claus den Namen Bartschendorf. 1775 lebten hier 172 Einwohner, Holländer u. a., so dass Friedrich d. Gr. für sie eine Kirche bauen ließ. 1928 wurde Bartschendorf mit dem Gutsbezirk Mühlenland vereinigt, 1937 Zietensaue eingemeindet. Als Ortsteil von Dreetz (seit 1971) gehört Bartschendorf seit 1992 zum Amt Neustadt/Dosse.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl: ca. 40. Zur alten Grafschaft Ruppin gehörig, 1816-1952 zum Kreis Ruppin, 1952-1993 zum Kreis Kyritz/Bezirk Potsdam, seit 1993 zum Kreis Ostprignitz-Ruppin. Bartschendorf (seit 1971 Ortsteil von Dreetz) gehört seit 1992 zum Amt Neustadt/Dosse.

Text & Fotos: K.-E. Selke


Änderungen vorbehalten | Copyright © 2016, Layout, Design + Programmierung: Tobias Schulze