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Blumenthal

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Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl 31.12.2009: 166. (30,7% der Einwohner). Blumenthal gehört seit 1604 als Tochterkirche zum Pfarrsprengel Dahlhausen/Kirchenkreis Kyritz, seit 1968 Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen. Seit 1850 ist Heidelberg (Ortsteil von Langnow) eingekircht.

Kirche

Rechteckige flachgedeckte Feldsteinkirche (Saalbau), ursprünglich aus dem 15. Dorfkirche Blumenthal Jahrhunderts, 1877 Bau des neugotischen Backsteinturms im Westen und rundbogige Veränderung der Fenster. Südlich vom Turm wurde nach 1950 ein Gemeinderaum (Luthersaal) angebaut. - In ursprünglicher Form ist nur die Ostwand mit zwei Stichbogenfenstern. Innen 1954-60 restauriert, dabei farbige, von Lothar Mannewitz aus Rostock entworfene Ostfenster eingebaut. Hufeisenförmige Westempore, darüber die Decke zur Aufnahme der Orgel zeltartig erhöht. Die Orgel 1805 von Johann Christian Kayser für die Kirche in Röhrsdorf/Sachsen erbaut und 1890 durch Friedrich Hermann Lütkemüller nach Blumenthal umgesetzt. - Hölzerne polygonale Kanzel, 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, ehemals Teil eines Kanzelaltars: von diesem auch drei kleine Gemälde an der Westempore mit den Evangelisten Markus und Matthäus und Wappen.

Kirchengeschichte

Bereits 1303 als Pfarrort genannt, 1558 Mutterkirche (Inspektion Kyritz), bis 1549 mit Tochterkirche Breitenfeld, 1581 von Dahlhausen "kuriert", 1600 eigener Pfarrer, seit 1604 Tochterkirche von Dahlhausen/Kirchenkreis Kyritz (seit 1968 Kyritz-Wusterhausen). Letzter Patron war bis 1945 Wichard von Möllendorf auf Horst.

Dorfgeschichte

Straßendorf mit Kirche und Gut. Erste Erwähnung: 1241. (Erste schriftliche Erwähnung am 17. August 1263). Gutsherren waren von ca. 1303 bis etwa 1813 die von Blumenthal (ab 1791 Grafen). Danach war es bis 1945 die Familie von Möllendorf. 1946 wurden im Zuge der Bodenreform 210 ha Land enteignet und z. T. an 21 Neubauern verteilt. Durch die Vertriebenen verdoppelte sich die Einwohnerzahl fast, von 435 im Jahre 1939 auf 814. 1928 Vereinigung von Gutsbezirk und Gemeinde Blumenthal. 1957 gemeinsame Verwaltung von Blumenthal und Dahlhausen. 1963 Eingemeindung von Dahlhausen und Horst. Durch den Bau der Eisenbahn Neustadt/Dosse-Meyenburg 1887 erhielt Blumenthal eine Bahnstation. Dank seiner guten Infrastruktur (Bahnhof, Ärzte, Bankfilialen, Schule, Einkaufsmöglichkeiten, Vereine) ist Blumenthal Ländlicher Versorgungsort.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl 2009: 540 (mit Dahlhausen und Horst 844). Zur Prignitz gehörig, 1816-1952 zum Kreis Ostprignitz, 1952-1993 zum Kreis Pritzwalk/Bezirk Potsdam, seit 1993 zum Kreis Ostprignitz-Ruppin. Mit der Ämterbildung 1992 zum Amt Heiligengrabe-Blumenthal, ist Blumenthal seit dem 26.10.2003 Ortsteil der Gemeinde Heiligengrabe.

Text & Fotos: K.-E. Selke


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