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Dannenwalde

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Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl am 31.12.2003: 195 (37,5% der Einwohner). Dannenwalde ist selbständige Kirchengemeinde im Pfarrsprengel Kolrep/Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen.

Kirche

Gotische Feldsteinkirche (2. Hälfte des 14. Jahrhunderts), gestreckter Saalbau; vorgebauter neugotischen Westturm mit schwerem Aufsatz aus Backstein und Feldstein (um 1900); große Glocke 1719 von Christian Heinze in Berlin gegossen. Drei ursprünglich hohe Spitzbogenfenster in der Ostwand zugemauert, ebenso die westlich von zwei gotischen Portalen an der Südseite befindlichen Fenster. Die schweren Stützpfeiler nachträglich gebaut. - Innen: Flachdecke auf Mittelstütze; Westempore mit neuer elektronischer Orgel Dorfkirche Dannenwalde (seit 2004) im Gehäuse der unbenutzbar gewordenen alten Dinse-Orgel von 1920. - Barocker Kanzelkorb mit ionischen Säulchen an den Ecken.

Kirchengeschichte

1545 Mutterkirche (Unica), Inspektion Pritzwalk, seit 1681 Mater vagans von benachbarten Pfarren (Demerthin, Kolrep, Wutike), 1914 Tochterkirche von Demerthin/Kirchenkreis Pritzwalk, 1931 aus dem Pfarrsprengel Demerthin ausgemeindet und mit Pfarrsprengel Kolrep/Kirchenkreis Kyritz, seit 1968 Kyritz-Wusterhausen, verbunden. 1814 wurde Friedheim, 1931 Bärensprung eingekircht. Der letzte Patron war bis 1945 Joachim von Oppen.

Dorfgeschichte

Straßendorf (durch Gutsbildung deformiert) mit Kirche. Erste schriftliche Erwähnung: 1339. Ursprünglich markgräfliches Dorf, später verlehnt. Nach zahlreichen Besitzwechseln gelangten Dorf und Gut Dannenwalde 1782 an die von Rohr zu Dannenwalde; letzter Gutsherr war Joachim von Oppen, der 1908 mit seiner Frau Anna, geb. von Rohr das Gut übernahm, bis er 1945 enteignet und vertrieben wurde. Das Gutshaus brannte 1954 ab. 1928 Vereinigung von Guts- und Gemeindebezirk; 1931 wurden Bärensprung und Friedheim eingemeindet. Bei der Bodenreform 1946 wurden 932 ha Land enteignet und der größte Teil davon an 45 Neubauern aufgeteilt. Die Einwohnerzahl stieg von 616 im Jahre 1939 auf 987. 1952 Gründung der ersten LPG.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl 2003: 520. Zur Prignitz gehörig, 1816-1952 zum Kreis Ostprignitz, 1952-1993 zum Kreis Kyritz/Bezirk Potsdam, seit 1993 zum Kreis Prignitz. Seit Bildung des Amtes Gumtow 1992 gehörte Dannenwalde ihm als selbständige Gemeinde an; seit 2003 ist Dannenwalde Ortsteil der Gemeinde Gumtow.

Text & Fotos: K.-E. Selke


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