Zur Startseite

Gantikow

Inhalt
» Kirchengemeinde
» Kirche
» Kirchengeschichte
» Dorfgeschichte
» Kommunalgemeinde

Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl am 31.12.2003: 97 (40,2% der Einwohner). Als der letzte Pfarrstelleninhaber 1977 in den Ruhestand ging, wurde die Pfarrstelle nicht wieder besetzt, sondern Gantikow zunächst von Wutike, seit 1997 von Kyritz verwaltet. Seitdem ist Gantikow praktisch eine Filialgemeinde von Kyritz, Pfarrstelle II.

Kirche

Dorfkirche Gantikow Stattlicher Saalbau aus Feldstein (1. Hälfte des 13. Jahrhunderts), mit eingezogenem rechteckigen Chor und quadratischem verbretterten Dachturm mit hohem Spitzhelm. Im Schiff und Chor Rundbogenfenster, in der Ostwand Dreiergruppe, an der Südseite des Schiffes rundbogiges Stufenportal aus Backstein, im Westen Rundbogentür, an der Südseite des Chors erneuerte Spitzbogenpforte; Chor und Schiff ungewölbt, durch hohen Triumphbogen getrennt. - Kanzel und Westempore aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ganzfiguriger Doppelgrabstein des Ehepaars Gabriel von der Weyden (+1594) und Margaretha von Lüderitz.

Kirchengeschichte

Seit 1340 ist Gantikow Pfarrdorf. Die Reformation wurde 1541 eingeführt. Seitdem hatte Gantikow 16 Pfarrstelleninhaber. Als 1977 der letzte Pfarrer in den Ruhestand ging, wurde die Pfarrstelle nicht mehr wieder besetzt, sondern bis 1993 von Wutike und seitdem von Kyritz verwaltet. Die ebenfalls zum Pfarrsprengel Gantikow gehörende Kirchengemeinde Mechow wird seit 1988 von Gumtow verwaltet. Das Patronat hatte bis 1945 Frau Doepke.

Dorfgeschichte

Breites Straszligendorf mit Kirche und Gut. Erste schriftliche Erwähnung: 1274 (ein Johannes Ganttecowe ist Zeuge des Bischofs von Havelberg). Bis 1657 besaszligen die von der Weyde die Herrschaft über Gut und Dorf Gantikow. Von 1657 bis 1872 hatten die von Platen zwei Rittersitze inne. Der Gutsbezirk wurde 1928 mit dem Gemeindebezirk vereinigt. Durch die Bodenreform wurden 385 ha Land z. T. auf 41 Neubauern aufgeteilt. Die Einwohnerzahl stieg von 286 (1939) auf 483. - Das Schloss, ein architektonisch uninteressanter Bau aus dem 19. Jahrhundert, diente nach 1945 als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien und stand dann lange Zeit leer. 1995 zog das Lügenmuseum aus Babe hierher um. 2004 wurde das Haus an den "Verein Offene Häuser" verkauft, der dem Lügenmuseum ein Weiterbestehen ermöglicht. - 1952 wurde die erste LPG gegründet. 1974 wurde Gantikow nach Kyritz eingemeindet.

Kommunalgemeinde

Einwohner am 30.06.2003: 241. Zur Prignitz gehörig, 1816-1952 Kreis Ostprignitz, 1952-1993 Kreis Kyritz/Bezirk Potsdam, seit 1993 zum Kreis Ostprignitz-Ruppin. Die Gemeinde Gantikow wurde 1974 nach Kyritz eingemeindet und ist seitdem Ortsteil der Stadt Kyritz.

Text & Fotos: K.-E. Selke


Änderungen vorbehalten | Copyright © 2016, Layout, Design + Programmierung: Tobias Schulze