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Hohenofen

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Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl am 31.12.2003: 62. Hohenofen ist Filialgemeinde im Pfarrsprengel Sieversdorf, seit 1998 Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen.

Kirche

Die 1802 errichtete Kirche ist ein profaner rechteckiger Putzbau mit einem verbretterten Dachturm mit geschweifter Haube in der Mitte des Firstes. Da die eiserne Glocke von 1816 aus Sicherheitsgründen nicht geläutet werden kann, ersetzt seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts das von einer CD über Lautsprecher übertragene Geläut die Originalklänge. Wegen ihrer Schlichtheit wird die Kirche im Volksmund "Gebetsscheune" genannt. Die Längsachse verläuft in Nord-Süd-Richtung, wobei sich die Kanzel im Norden und die Orgel im Süden des großen Saales befindet. Die achteckige Sandsteintaufe mit gusseisernen Taufbecken trägt die Inschrift "Gewidmet von Steinmetzmeister Conrad, Hohenofen am 25.12.1932".

Dorfkirche Hohenofen

Kirchengeschichte

Die Kirchengemeinde ist seit ihrer Gründung Tochterkirche von Sieversdorf, Superintendentur bzw. Kirchenkreis Wusterhausen/Dosse. Nach dessen Auflösung wechselte Hohenofen zusammen mit Sieversdorf zum Kirchenkreis Rathenow; 1998 zum Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen. Das Patronat hatte anfangs der König, dann bis 1945 der Fiskus.

Dorfgeschichte

Unregelmäßige Industriesiedlung. 1695 legte der Prinz von Hessen-Homburg hier eine Eisenhütte an, wo bis Anfang des 19. Jahrhunderts Raseneisenerz verhüttet wurde. An deren Stelle entstand 1833 eine Papierfabrik, die bis 1990 in Betrieb war. Seitdem ist sie zwar Industriedenkmal, verfällt aber. Außerdem gab es in Hohenofen seit 1800 verschiedene Handwerksbetriebe. - Von 1904 bis 2003 hatte Hohenofen einen Haltepunkt an der 2003 stillgelegten Eisenbahnstrecke Neustadt/Dosse-Rathenow. Seit seiner Gründung gehörte Hohenofen bis 1872 zum Amt Neustadt/Dosse.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl 1995: 289. Zur alten Grafschaft Ruppin gehörig, 1816-1952 Kreis Ruppin, 1952-1993 Kreis Kyritz/Bezirk Potsdam, seit 1993 Kreis Ostprignitz-Ruppin. Die Gemeinde Hohenofen gehört seit der Ämterbildung 1992 dem Amt Neustadt/Dosse an. 1997 Zusammenschluss mit Sieversdorf zur Doppelgemeinde Sieversdorf-Hohenofen im Amt Neustadt/Dosse.

Text & Fotos: K.-E. Selke


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