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Kötzlin

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Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl am 31.12.2003: 113 (48,9% der Einwohner). Kötzlin gehört als Filialgemeinde zum Pfarrsprengel Barenthin im Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen.

Kirche

Massive verputzte Saalkirche mit eingezogenem quadratischem Westturm, 1755 im Auftrag von Hans Christian von Königsmark und Dorfkirche Kötzlin seiner Gattin Dorothea Charlotte Emilia von Saldern erbaut. Südliche ehemalige Patronatsloge (1974 zur Winterkirche ausgebaut) mit dreifenstriger Öffnung zum Schiff; die spätbarocke Rahmung bekrönt vom Allianzwappen der Erbauer. - Westempore mit neugotischer Orgel. - Kanzelaltar mit seitlichen Durchgängen, aus der Bauzeit (Wappen). Der Kanzelkorb von durchbrochenem Rankenwerk und korinthischen Säulen gerahmt, über dem Schalldeckel das Auge Gottes. - Rokokotaufe mit Akanthusdekor. Barockes Ovalgemälde der Auferstehung Christi. - Grabdenkmal des H. Ch. von Königsmark, 1780, hohe Sandsteinstele mit dem Porträtmedaillon des Verstorbenen über großer Vitentafel, auf dem Sockel zwei allegorische Figuren. - In der erhaltenen Westwand des nördlichen Gruftanbaus zwei Figurengrabsteine, 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Kirchengeschichte

Von 1558 bis 1950 war Kötzlin Tochterkirche von Bendelin/Superintendentur bzw. Kirchenkreis Kyritz. 1967 wurde der Pfarrsprengel Bendelin aufgelöst: Bendelin kam zum Pfarrsprengel Groß Leppin/Kirchenkreis Havelberg-Wilsnack, Kötzlin zum Pfarrsprengel Barenthin/Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen. Das Patronat hatte zuletzt Graf von Königsmark auf Karnzow, der 1945 auf dem Obersee in der Nähe seines Schlosses den Freitod wählte.

Dorfgeschichte

Straßendorf mit Kirche und Gut. Erste schriftliche Erwähnung: 1374 Nikolaus Kötzelin (Ratmann zu Wittstock), 1499 "Cotzelyn" Dorf und Wohnsitz der von Königsmark. Zum Besitz dieser Familie gehören Kötzlin und Berlitt bis 1945. 1928 wurden Gutsbezirk, Schäferei Rosenthal und Gemeindebezirk zur Gemeinde Kötzlin zusammengeschlossen; 1946 768 ha Land enteignet und z.T. an 83 Neubauern aufgeteilt. Durch die Ansiedlung von Vertriebenen stieg die Einwohnerzahl von 267 (1939) auf 445. 1952 Gründung der ersten LPG. Bis 31.12.2002 war Kötzlin selbständige Gemeinde, seit 1992 im Amt Kyritz. Seit 01.01.2003 ist es Ortsteil der Stadt Kyritz.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl am 30.06.2003: 231. Zur Prignitz gehörig, 1816-1952 Kreis Ostprignitz, 1952-1993 Kreis Kyritz/Bezirk Potsdam, seit 1993 Kreis Ostprignitz-Ruppin. Mit der Ämterbildung 1992 kam Kötzlin zum Amt Kyritz. Seit 2003 ist es Ortsteil der Stadt Kyritz.

Text: K.-E. Selke
Fotos: Tobias Schulze


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