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Kyritz

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Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl am 31.12.2003: 1.893. Die Kirchengemeinde Kyritz hat zwei Pfarrstellen, wobei eine Pfarrstelle geteilt ist zu 50% Gemeinde und 50% Jugendarbeit im Kirchenkreis. Pfarramt, Superintendentur des amtierenden Superintendenten und Gemeindehaus befinden sich in 16866 Kyritz, Johann-Sebastian-Bach-Str. 51; das zweite Pfarrhaus in der Maxim-Gorki-Straße 37. Zum Pfarrsprengel gehören noch die Kirchengemeinden Drewen, Gantikow, Holzhausen und Tornow (mit Sechzehneichen) und Wulkow. Die letzteren sind Ortsteile der Gemeinde Wusterhausen.

Kirche

Türme der St. Marienkirche Pfarrkirche St. Marien: dreischiffige, kreuzgewölbte Hallenkirche 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, Chor Ende des 13. Jahrhunderts. 1567 durch Brand, 1598 durch Blitzschlag, 1622 durch Feuersbrunst verwüstet. 1708-14 barockisierender Wiederaufbau; Turm 1824 erneut durch Brand zerstört; 1850 durch zweitürmige, flache Westfront von A. Stüler ersetzt.

Kirchengeschichte

1275 Pfarrkirche St. Marien (ursprünglich St. Nikolai). 1539 Einführung der Reformation. Ein Franziskanerkloster, 1303 erstmals erwähnt, bestand bis zur Reformation. Kyritz wird Inspektion/Superintendentur des Kirchenkreises Kyritz, ab 1968 Kyritz-Wusterhausen. Die Kirchengemeinde verfügt über drei Pfarrstellen, von denen die dritte seit 2002 nicht mehr besetzt wird: Die erste (Oberpfarrer/Superintendent) umfasst von 1539 bis zur Gegenwart 28 Namen, die zweite (Archidiakonus) von 1573 bis zur Gegenwart 24 Namen und die dritte (Diakonus) von 1581 bis 1662 sechs und von 1969 bis 2002 fünf Namen.

Stadtgeschichte

Erste schriftliche Erwähnung: 1232. 1237 erhielt Kyritz durch die Edlen von Plotho das Stendaler Stadtrecht. Ausgangspunkt für die Stadtgründung war eine deutsche Burganlage am westlichen Ufer der Jäglitz. 1259 verliehen die Landesherren Kyritz die Mühlengerechtigkeit und freie Schifffahrt auf Jäglitz und Dosse bis zur Elbe und 1287 das Privileg der Zollfreiheit in der gesamten Mark. Von der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts an stand Kyritz abwechselnd unter brandenburgischer und mecklenburgischer Herrschaft, bis es ab 1415 zur Herrschaft der Kurfürsten von Brandenburg kam. Durch die Lage der Stadt an mehreren Handelsstraßen verlief die Entwicklung von Handel und Gewerbe zunächst günstig. Tuchmacher, Bäcker, Fleischer und Schuhmacher waren die wichtigsten Zünfte. Im 14. Jahrhundert erlangte die Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Auch die vier Mühlen waren für die Stadt wichtig. Fehden und Raubüberfälle im 15. Jahrhundert (1411 Ritter Bassewitz) hemmten die Entwicklung der Stadt. Blick von den Kirchtürmen Im 16. und 17. Jahrhundert sank der Wohlstand der Bürger; die Stadt verschuldete. Der Dreißigjährige Krieg fügte Kyritz schweren Schaden zu. Erst im 19. Jahrhundert ging es wieder aufwärts: 1816 wurde es Kreisstadt des Kreises Ostprignitz, Krankenhaus, Landratsamt, Schulen (Goethe-Schule, Gymnasium) entstanden. 1887 erhielt Kyritz einen Bahnhof an der Strecke Neustadt/Dosse-Pritzwalk. Mehrere Stadtbrände richteten Schäden an. Nach 1945 entstanden neue Betriebe und Wohngebiete. Kyritz wurde Erholungsort. Die Einwohnerzahl stieg von 6.077 (1939) über 8.679 (1946) auf den Höchststand 10.137 (1981). 1999 waren es (zusammen mit den "alten" Ortsteilen Gantikow, Heinrichsfelde, Karnzow, Mechow, Stolpe und Rüdow) 9.005. 1992 wurde das Amt Kyritz gebildet, 2003 die amtsangehörigen Gemeinden in die Stadt Kyritz eingemeindet, die seitdem amtsfrei ist. 1993 verlor Kyritz bei der Kreisgebietsreform seinen 177jährigen Status als Kreisstadt.

Kommune

Zur Prignitz gehörig, 1816-1952 Kreis Ostprignitz, 1952-1993 Kreis Kyritz/ Bezirk Potsdam, seit 1993 Kreis Ostprignitz-Ruppin. 1992 wurde das Amt Kyritz aus der Stadt und den Gemeinden Kötzlin, Schönermark, Rehfeld-Berlitt, Holzhausen, Drewen, Bork-Lellichow und Teetz-Ganz gebildet. Kyritz wurde Grundzentrum mit Teilfunktion eines Mittelzentrums. 2003 wurde Schönermark aus dem Amt Kyritz in das Amt Neustadt/Dosse umgemeindet; die übrigen Gemeinden wurden 2003 Ortsteile der jetzt amtsfreien Stadt Kyritz, die am 30.06.2003: 10.403 Einwohner zählte.

Weiterführende Links

Text: K.-E. Selke
Fotos: Tobias Schulze


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