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Lögow

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Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl am 01.07.2004: 167 (43,5% der Einwohner), Emilienhof 8 (25%). Lögow ist Pfarrsprengel im Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen.

Kirche

Spätbarocker Saalbau aus Feldstein; der westliche Querturm nicht ausgebaut, barock verbretterter Fachwerkaufsatz. Wohl gleichzeitig die Fensteröffnungen stichbogig verändert. 1860 eingreifend restauriert, dabei Ostgiebel und Dorfkirche Lögow Westportal erneuert. Innen großer Spitzbogen zwischen Turmhalle und Schiff, z. T. vermauert. Westempore mit Orgel von 1858. - Zweigeschossiger Altaraufsatz, signiert G. Schwarz (Nigrinius) 1720, restauriert 1860. Im Hauptfeld Kreuzigungsgemälde, darüber Auferstehung, jeweils gerahmt von gedrehten Säulen und Akanthuswangen; in der Predella Abendmahl. - Kanzel 1636 von J. Protzen, in den Bogenfeldern des polygonalen Korbs gemalte Halbfiguren der vier Evangelisten von L. von Zieten (restauriert). - Hölzerne Taufe, 17. Jahrhundert.

Kirchengeschichte

Seit Einführung der Reformation 1541 ist Lögow Mutterkirche. Bis etwa 1600 von Brunn kuriert, weist die Pfarrerliste seitdem bis zur Dorfkirche Lögow von innen Gegenwart 20 Namen auf. Lögow gehörte zum alten Kirchenkreis Wusterhausen, seit 1968 Kyritz-Wusterhausen. Der letzte Kirchenpatron war bis 1945 Fritz Adolf von Kriegsheim.

Dorfgeschichte

Straßendorf mit rechtwinkliger Straße mit neueren Gehöften und Ortsteil Emilienhof. Erste schriftliche Erwähnung: 1423. Dorf und Rittergut waren von vor 1524 bis 1753 im Besitz derer von Wuthenow, von 1796 bis 1840 derer von Ziethen zu Wildberg. Zuletzt gehörte das Gut bis 1945 der Familie von Kriegsheim. Bei der Bodenreform wurden 1946 307 ha Land aufgeteilt, überwiegend an 42 Neubauern. Die Einwohnerzahl stieg von 388 (1939) auf 752. In den Folgejahren entwickelte sich Lögow zu einem relativ wichtigen Dorf; es entstanden Neubaublocks, Einfamilienhäuser, Einkaufsmöglichkeit. Im Gutshaus (1811 [wahrscheinlich nach Plänen von Schinkel] erbaut, rechteckig mit Walmdach) bestand bis 2000 eine Grundschule. 1952 wurde die erste LPG gegründet. Lögow kam bei der Ämterbildung 1992 zum Amt Wusterhausen/Dosse, seit 31.12.1997 ist es Ortsteil der Gemeinde Wusterhausen/Dosse.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl am 30.06.2003: 384 (Emilienhof 32). Zur Grafschaft Ruppin gehörig, 1816-1952 Kreis Ruppin, 1952-1993 Kreis Kyritz/Bezirk Potsdam, seit 1993 Kreis Ostprignitz-Ruppin. Lögow ist seit 31.12.1997 Ortsteil der Gemeinde Wusterhausen/Dosse.

Text & Fotos: K.-E. Selke


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