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Roddahn

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Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl am 31.12.2003: 58 (22,6% der Einwohner). Roddahn ist Filialgemeinde im Pfarrsprengel Zernitz / Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen.

Kirche

Turmlose, rechteckige barocke Fachwerkkirche mit Walmdach von 1798, die Flachdecke seit 1864 an den vier Seiten von Holzsäulen Dorfkirche Roddahn getragen, die den Wänden innen vorgestellt sind. Unter der Westempore wurde um 1960 eine Winterkirche eingebaut. Nach jahrelangem Verfall wurde die Kirche 1996-2004 saniert und wird nun vielfältig genutzt.

Kirchengeschichte

Seit 1581 ist Roddahn Tochterkirche von Lohm, Inspektion/Superintendentur/Kirchenkreis Kyritz, ab 1968 Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen. 1846 wurden Babe und Helenenhof, 1950 Neu Roddahn eingekircht. - Das Patronat hatten bis 1945 Herr Schwanke in Blandikow (für Roddahn) und Herr Herklotz in Babe.

Dorfgeschichte

Gutssiedlung. Erste schriftliche Erwähnung: 1240 werden Johannes und Gebhard von Ploto (zu Kyritz und Wusterhausen) Herren über den ßWald von Roddaneß genannt. 1274 in der Verfügung der Markgrafen, die ihre Rechte verkauften. 1440 wüste Feldmark. 1512 strittig zwischen denen von Kröcher und denen von Königsmark. 1543 Vergleich zwischen beiden: Das Gut zum Teil denen von Kröcher zu Lohm (bis 1872) und bis 1795 denen von Königsmark zu Berlitt und Kötzlin. (1565 Wohnhof der von Königsmark zu Roddahn, 1608 Rittersitz). Die Kommunion zwischen von Kröcher und von Königsmark wurde 1786 aufgehoben. Ab 1795 gehörte das ganze Gut bis 1872 denen von Kröcher zu Lohm. Letzter Rittergutsbesitzer war August Plagemann zu Roddahn. 1928 wurde der Gutsbezirk mit der Kolonie Neu Roddahn und den Gutsteilen Neuhof und Helenenhof zur Gemeinde Roddahn vereinigt. 1958 wurde Schwarzwasser (vormals Kreis Ruppin) und 1964 Babe eingemeindet. 1946 wurden im Zuge der Bodenreform 854 ha Land enteignet und größtenteils auf 62 Neubauern aufgeteilt. Die Einwohnerzahl stieg von 217 (1939) auf 405. Die erste LPG wurde 1958 gegründet (1977 gelöscht). Ab 1989 betrieb das VEG Joachimshof eine Rinderzuchtanlage und eine ZBE Milchviehanlage entstand. - Die Gemeinde Roddahn kam 1992 zum Amt Neustadt/Dosse und ist seit 26.10.2003 Ortsteil der Stadt Neustadt/Dosse.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl am 30.06.2003 (mit Babe, Neu Roddahn, Helenenhof und Schwarzwasser): 256. Zur Prignitz gehörig, 1816-1952 Kreis Ostprignitz, 1952-1993 Kreis Kyritz/Bezirk Potsdam, seit 1993 Kreis Ostprignitz-Ruppin. Seit 26.10.2003 ist Roddahn Ortsteil der Stadt Neustadt/Dosse.

Text & Fotos: K.-E. Selke


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