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Tramnitz

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Kirchengemeinde

Gemeindegliederzahl am 01.08.2003: 15 (25,4% der Einwohner). Tramnitz ist Teil der Kirchengemeinde Schönberg-Tramnitz, die als selbständige Kirchengemeinde mit eigenem Gemeindekirchenrat zum Pfarrsprengel Wusterhausen gehört. Die Kirche gehört der Kommune, der Friedhof am Weg nach Blankenberg der Kirchengemeinde.

Kirche

Dorfkirche Tramnitz Rechteckiger Fachwerkbau mit verbrettertem Dachturm über dem Westgiebel, erbaut um 1725. Der ursprünglich an der Ost-wand aufgebaute derbbarocke Kanzelaltar sowie die alten Kirchenbänke wurden 1980/81 bei einer grundlegenden Renovierung entfernt. Vorhanden sind noch zwei Bronzeleuchter von 1710, an der Südwand ein Wappenfeld derer von Rohr mit der Jahreszahl 1744 sowie im Turm zwei Glocken von 60 bzw. 36 cm Durchmesser, 1725 von C. S. Mebert.

Kirchengeschichte

Einführung der Reformation: 1541. Seit 1581 Filialgemeinde von Brunn (1775-1974 mit Trieplatz als Ortsteil). 1974 Zusammenschluss mit Schönberg (ohne Trieplatz, das als Ortsteil zu Dessow kam). Mit Auflösung des Pfarrsprengels Brunn 1974 wurde Tramnitz Filial von Wusterhausen. - Das Patronat hatte bis 1945 die Familie von Rohr.

Dorfgeschichte

Angerdorf mit Kirche und Gut. Erste schriftliche Erwähnung: 1238. Der Gutsbezirk wurde 1928 mit dem Gemeindebezirk vereinigt. Mindestens seit 1540 besaßen die von Rohr auf Tramnitz, denen Fontane in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" ein eigenes Kapitel widmete, Gut und Dorf Tramnitz. Das Herrenhaus war ein um 1700 errichteter schlichter Fachwerkbau von 11 Achsen und Krüppelwalmdach. Nach der Flucht der Familie von Rohr 1945 diente das Gebäude als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien. Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen. Nur die alten Eichen um einen begrünten Hügel erinnern an den Standort des alten Gutshauses. - 1928 wurden Gemeinde- und Gutsbezirk vereinigt. 1946 wurden 277 ha Bodenfläche größtenteils auf 27 Neubauern aufgeteilt. Die Einwohnerzahl stieg von 105 (1939) auf 220. - Am Himmelfahrtstag, dem 24. Mai 1979, wurde Tramnitz von einem Wirbelsturm heimgesucht, dem sämtliche alten Bäume an der Dorfstraße zum Opfer fielen und der fast alle Gebäude mehr oder weniger beschädigte. Die Kirche kam glimpflich davon. Glücklicherweise gab es weder Tote noch Verletzte.

Kommunalgemeinde

Einwohnerzahl am 01.08.2003: 59. Zur alten Grafschaft Ruppin gehörig, 1816-1952 zum Kreis Ruppin, 1952-1993 (ab 1957 als Ortsteil von Schönberg) zum Kreis Kyritz/Bezirk Potsdam, seit 1993 zum Kreis Ostprignitz-Ruppin. Mit Bildung des Amtes Wusterhausen am 01.08.1992 gehörte Tramnitz (zusammen mit Schönberg) ihm an. Seit 01.01.1998 ist Tramnitz Ortsteil der Gemeinde Wusterhausen.

Text & Fotos: K.-E. Selke


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